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SBZ 12/2011: Der Zentralpräsident nimmt Stellung
Arbeitsgruppen arbeiten daran, die Zukunft der Philatelie zu
sichern
Jeder Philatelistenverein unseres Landes macht sich grosse
Sorgen um den Bestand seiner Mitgliedszahlen. Auch das teilweise fehlende
Interesse der Jugend an der Philatelie ist ein wunder Punkt, denn nur die
Jugend bietet Gewähr für die Fortdauer unseres Hobbys. Mir werden immer wieder
dieselben beunruhigenden Kommentare von Vereinsverantwortlichen vorgetragen:
Unser Jugendarbeit musste mangels Interesse aufgegeben werden, wie können wir Jugendliche
für unser Hobby mobilisieren, Betreuungspersonen für Jugendliche sind schwer zu
rekrutieren usw. Ein weiterer Punkt sind die Austritte der Erwachsenen infolge
des scheinbar zu hohen Mitgliederbeitrags. Ganz allgemein scheint das Interesse
an der Philatelie zu schwinden. Dies nur einige Beispiele aus meinen Gesprächen
mit Vorstandsmitgliedern von Vereinen.
Ich gebe zu, dass der Erhalt der Anzahl aktiver
Vereinsmitglieder – Senior oder Junior – momentan die heikelste Aufgabe
darstellt. Um den Fortbestand unseres Hobbys zu sichern, nimmt der
Zentralvorstand an diversen Arbeitskreisen teil, die dieselben Interessen
verfolgen, nämlich die Zukunft der Philatelie zu gewährleisten. Zuerst möchte
ich die Gruppe «Quo vadis Philatelie» erwähnen, die sich aus Vertretern der
Schweizerischen Post, des Handels, der Stiftung zur Förderung der Philatelie
und natürlich unseres Verbandes zusammensetzt. Unter verschiedenen
unterbreiteten Vorschlägen werden gewisse erfolgversprechende Projekte weiter
verfolgt und vertieft. Schwerpunkte bilden das Ausstellungswesen (neue
Konzepte, um ein breiteres Publikum anzusprechen), das Marketing und
Medienarbeit (verstärkte Präsenz der Philatelie in den Medien) und natürlich
die Bindung der philatelistisch aktiven Mitglieder an den Verein und die
Gewinnung neuer Sammler, die noch nicht Mitglied sind; dabei müssen alle
Alterskategorien angesprochen werden. Selbstverständlich werde ich Sie auf dem
Laufenden halten und hoffe, Ihnen bald erfolgreiche Resultate präsentieren zu
dürfen.
Eine weitere Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit am 1. November
dieses Jahres aufgenommen. Sie setzt sich aus zwölf Personen zusammen, die sich
sehr aktiv für die Jugendarbeit einsetzen. Unter der Leitung eines externen
Diskussionsleiters (Herr Stefan Peyer) wurde das Ziel anvisiert, eine
Momentaufnahme vorzunehmen auf welcher dann die Weiterarbeit aufgebaut werden
kann. Zu diesem Zweck wurde der durch die Vereine und den Zentralvorstand
ausgefüllte JUKO-Fragenkatalog studiert und ausgewertet. Daraus ergaben sich auch
schon erste Ansatzpunkte für Vorschläge, welche nun weiter verfolgt werden.
Sobald sich diese konkretisieren, werde ich Ihnen darüber in der SBZ berichten, was diese sehr kreative
Gruppe vorhat, in die Tat umzusetzen.
Es freut mich zu wissen, dass passionierte und engagierte
Philatelisten ihre wertvollen Ideen einbringen und ihre Zeit zur Verfügung
stellen für den erfolgreichen Fortbestand unseres Hobbys und zum Wohl unser
aller. An dieser Stelle möchte ich mich – auch im Namen des Zentralvorstands –
bei all diesen Philatelisten, die sich aktiv in den Dienst der Philatelie
stellen, herzlich bedanken. Ein grosses Merci Ihnen allen für Ihre nicht hoch
genug einzuschätzende Unterstützung!
Jean-Marc Seydoux, Zentralpräsident VSPhV
4. Dezember 2011
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